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März 2026


Januar 2026



Beitrag vom 16. März 2026

Unkrautbekämpfung in Leguminosen

Die chem. Unkrautbekämpfung in Erbsen u. Bohnen ist fast ausnahmslos auf den Vorauflauf beschränkt: z.B.: Stomp Aqua + Centium CS, Bandur + Centium CS, Roxy EC/Confeno + Stomp Aqua, Spectrum Plus, Novitron Dam tec. Mischungen bieten den Vorteil einer eine breiteren Unkrautwirkung. Den Einsatz auf Standort u. Witterung abstimmen. Die Anwendungen sollten 3-5 Tage nach der Saat erfolgen; auf eine genügend tiefe Saatgutablage von 5 -6 cm achten. Spectrum Plus ist die einzige Option gegen Unkräuter für den NA (Notlösung) – dies nur in Erbsen! Ausfallgetreide u. Ungräser können mit blattaktiven Gräsermitteln ausgeschaltet werden. Bei geringem Unkrautdruck u. trockenen Bedingungen, können Leguminosen bis vor dem Durchstoßen auch mit dem Striegel unkrautfrei gehalten werden (Blind striegeln). Ab dem 3. Blatt kann das Striegeln dann vorsichtig fortgesetzt werden.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 16. März 2026

Aussetzung des Vollzugs der AVDüV (Ausführungsverordnung zur Düngeverordnung)

Hessen setzt den Vollzug der zusätzlichen Anforderungen in den mit Nitrat belasteten Gebieten („Rote Gebiete“) und Phosphat belasteten Gebieten („Gelbe Gebiete“) vorerst aus. Die verschärften Vorgaben werden damit bis auf Weiteres nicht kontrolliert. Die AVDüV Hessen gilt unverändert weiter, es ist jedoch aktuell nur der Vollzug von Sanktionen ausgesetzt.

Bei Fragen bitte bei Hr. Hollstein, FD Ländlicher Raum, 06621 87 2201 melden.


Beitrag vom 09. März 2026

Aktuelle Hinweise zur Düngung

Die 1. Gabe ist in den letzten Tagen gefallen oder sollte abgeschlossen werden. Auch der Morgentau reicht oft aus, um den Dünger aus dem Kalkgerüst zu lösen und in den Boden einzudringen. Eine Nitratdüngung hat den Vorteil, dass N rasch aufgenommen werden kann und die Aufnahme anderer Kationen gefördert wird. Eine Andüngung mit 60 N plus S ist im Getreide zu empfehlen (ca. 12 kg S bei WG, 20 kg S bei WW). Durch die geringen Niederschläge über Winter ist mit einer größeren N-Auswaschung nicht zu rechnen. Diese sollten in der 2.Gabe berücksichtigt werden. Dennoch haben wir niedrige S-Mengen in untersuchten Frühjahresproben, sodass hier auf die S-Versorgung zu achten ist. Um die Pflanzenfitness und Stresstoleranz zu erhöhen, sollte bei PS-Maßnahmen an die Versorgung mit Mikronährstoffen gedacht werden: Mg 200 g, Mn 250 g, Zn 150 g.

Philipp Pfister, AGLW, 06623 933730


Beitrag vom 09. März 2026

Ungrasbekämpfung in Wintergetreide

Nach den Frösten gilt es die Ungrasbekämpfung im Wintergetreide anzugehen. Trotz Herbstbehandlung müssen Nachbehandlungen eingeplant werden. Haben die Ungräser (Ackerfuchsschwanz) bereits 3 Blätter im Wi-Weizen, ALS-Hemmer wie z. B. Atlantis Flex, Incelo Komplett, Niantic einsetzen. Behandlung bei hoher Luftfeuchtigkeit (> 60 %) – sehr früh am Tage oder in den späten Abendstunden durchführen. In Winterroggen bietet sich aus Verträglichkeitsgründen der Einsatz von Broadway plus an. In Wintergerste steht zur Ungrasbekämpfung lediglich Axial 50 mit 1,2 l/ha z. V. Grundsätzlich ist der Soloeinsatz der Gräsermittel am wirkungsvollsten – Mittel gegen Unkräuter also später nachlegen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 02. März 2026

Situation im Raps

Die milden Temperaturen haben zum Zuflug von Rüssel– und Rapsglanzkäfern geführt. Im Vergleich zum Großen Rapsstängelrüssler hat der Gefleckte Kohltriebrüssler rötliche Füße, einen gefleckten Rücken mit einem weißen Punkt hinter dem Kopf. Die Kontrolle des Zufluges mit Gelbschalen kontrollieren: Schalen sowohl in Gebüsch-/Waldrandnähe als auch in Nachbarschaft zu Rapsschlägen des Vorjahres aufstellen. Bei Überschreitung des Bekämpfungsrichtwertes (5 Stängelrüssler oder 15 Kohltriebrüssler innerhalb von 3 Tagen) ist eine Bekämpfung mit den Typ2-Pyrethroiden (Karate Zeon, Nexide, Decis forte), zeitnah anzuraten. Trebon EC 30 nur bei gleichzeitigem, nennenswerten Zuflug des Rapsglanzkäfers einsetzen! Zur Bekämpfung von Kamille, Kornblume, Distel und Leguminosen stehen Lontrel / Vivendi z. V. Effigo wirkt zusätzlich auf Klette. Korvetto erfasst zudem Mohn, Storchschnabel, Taubnessel u. Schierling. Von genannten Herbiziden werden Hundskerbel, Ehrenpreisarten, Stiefmütterchen, Wegrauke, Vogelmiere, Hirtentäschel nicht erfasst! Mittel bei wüchsigen Bedingungen einsetzen; darauf achten, dass die Blütenknospen von den Laubblättern noch abgedeckt werden – zeitnah behandeln - Auflagen beachten! Die Mischung mit Gräserherbiziden ist grundsätzlich möglich – Ausnahme: Korvetto nicht mit Agil S mischen! Mit Beginn der Vegetation können blattaktive Gräserherbizide eingesetzt werden, eine gute Benetzung der Gräser ist Voraussetzung!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 26. Januar 2026

Hinweise zu Maisbeizen

Der Praxis steht eine immense Vielfalt an Maissorten, oft mit mehreren Beizausstattungen zur Verfügung. Die Beizen können in der Regel individuell zusammengestellt und ausgewählt werden. Als Standard wird ein Fungizid angeboten, das mit Vogelrepellents, Insektiziden und Nährstoffbeizen/Biostimulanzien/Mikroorganismen ergänzt werden kann. Der fungizide Beizschutz sollte weiter Standard sein. Wo es in den letzten Jahren zu stärkerem Vogelfraß kam, ist ein zusätzliches Vogelrepellent sinnvoll. Für Korit 420 FS ist wieder eine Notfallzulassung beantragt – die Situation aber noch unklar. Aufgrund der mehrjährigen Entwicklung des Drahtwurms muss 2026 wieder mit stärkerem Befall gerechnet werden; besonders bei einer hohen Anbaudichte von Sommerungen ist ein insektizider Schutz empfehlenswert. 2026 steht die Beize Lumiposa in verschiedenen Beizausstattungen zur Verfügung. Zur Befallsminderung können Spintor GR (gute Erfahrungen gegen Bodenschädlinge; Auflagen bei Aussaat beachten!) und Ercole/Karate 0.4 GR eingesetzt werden; die Beizen werden als Granulat beim Legen mit Granulatstreueinrichtung eingesetzt. Zudem steht Force 20 CS/Ibriditrin als Beize zur Verfügung. Als Zusatzbeizen werden vermehrt Biostimulanzien angeboten. Effekte in der Regel sehr schwankend und wenn, meist nur bei ungünstigen Bedingungen von Vorteil. Präparate können zurzeit weder Beizen ersetzen, noch ackerbauliche Fehler beheben. Um eigene Erfahrungen zu sammeln: Mittel auf Teilflächen mit vergleichbarer Variante (identische Sorte ohne Zusatzbeize) anlegen.

Terminhinweis: Sachkundefortbildung: 26.02., 16:30 Uhr, Niederaula – Altes Forsthaus; Anmeldung: 0561 7299333

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 19. Januar 2026

Lagerung von Pflanzenschutzmitteln & Saatgut, Rücknahme Verpackungen

Grundsätzlich beachten: Pflanzenschutzmittel (PSM) trocken lagern; die Temperaturen im Lager sollen über +5 °C liegen! Jetzt in den Frostphasen eine regelmäßige Kontrolle des Pflanzenschutzmittellagers durchführen! Angaben zur Lagerfähigkeit von Pflanzenschutzmitteln sind immer den Gebrauchsanweisungen oder den Produktinformationen der Hersteller zu entnehmen. Darauf ist bei der Kontrolle zu achten: Die Struktur des Pflanzenschutzmittels: Auffälligkeiten sind z. B. Verklumpungen, Verkrustungen oder Ausflockungen. Prüfen Sie auch, ob die Mittel noch zugelassen bzw. aufgebraucht werden können. Infos hierzu auf der Internetseite vom BVL.

Auch 2026 werden im Rahmen des Kreislaufwirtschafts- u. Abfallgesetz wieder Verpackungen von (PSM) und Restmengen gesammelt. Dies ist möglich über: Entsorgungsfirmen, Sammelstellen der Landkreise/Kommunen, Schadstoffmobil (kleine Mengen). Leere Verpackungen von PSM u. Flüssigdüngern sammelt bundesweit z. B. der Industrieverband Agrar (IVA) im Rahmen der Sammelaktion PAMIRA (PackMittel-Rücknahme Agrar). Termine: z. B.: Bebra 15 + 16. Juni; Eiterfeld 07. Juli; Eschwege 29 + 30. Juni.

Weitere Infos: https://www.pamira.de/verpackungen-abgeben/sammelstelle-finden/

Das System zur Rücknahme und Entsorgung von Verpackungen aus dem Agrarbereich, die mit nicht-schadstoffhaltigen Füllgütern in Kontakt waren, ist die Verpackungsentsorgung Agrar – kurz: VerenA. Mit VerenA-Logo versehene Big Bags sowie Papier- und Foliensäcke können dort abgeben werden. Infos unter: https://www.verena-recycling.de/

Im Herbst bleiben i. d. Regel Reste an Saatgut übrig; wenn diese nun überlagert werden, sollten u. a. folgende Punkte beachtet werden: Saatgut trocken, kühl und möglichst frostfrei lagern. Nässe und hohe Luftfeuchtigkeit (möglichst <50 %) mindern ggf. die Keimfähigkeit. Das Saatgut nicht unmittelbar auf dem Boden abstellen, sondern z. B. Paletten unterlegen.

Terminhinweis: Sachkundefortbildung

26. Februar, 16:30 Uhr – 21:00 Uhr Niederaula – Altes Forsthaus; Anmeldung: 0561 7299333.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 12. Januar 2026

Schadnagerbekämpfung

Landwirtschaftliche Gebäude bieten Schadnagern wie z. B. Wanderratte und Hausmaus viele Schlupfmöglichkeiten. Wanderratten zählen zu den Hygieneschädlingen; durch Verunreinigungen übertragen sie zwangsläufig eine Vielzahl von Krankheiten und Viren. Bei nachgewiesenem Befall, sind an von Ratten aufgesuchten Stellen (Laufgänge) ca. 200 g Köder in Köderboxen, für Haustiere unzugänglich und vor Nässe geschützt, auszulegen. „Futterstellen“ regelmäßig kontrollieren. Köder so lang auslegen, bis kein Fraß mehr festgestellt wird. Die Hausmaus ist ein Vorratsschädling und hält sich überwiegend in trocknen Räumen auf. Sie frisst neben Lebens- und Futtermitteln Papier, Textilien, Leder und andere Materialien. Bekämpfung ähnelt der der Wanderratte. Den Köder - ca. 20 g Portionen - in Köderboxen, an den Laufgängen der Mäuse auslegen.

Ab Juli 2026 beziehungsweise 2027 wird die Gesetzgebung zur Thematik geändert.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD, 0160 90725736